Thromboserisiko

Es gibt viele Gründe, sich gegen Hormone zur Empfängnisverhütung zu entscheiden. Einige Krankheiten stellen eine Kontraindikation für hormonelle Verhütungsmittel dar. Die Pille oder andere hormonelle Verhütungsmittel sollten in diesen Fällen nicht eingenommen werden. Eine Verhütung ohne Hormone kann daher für einige Patienten-Risikogruppen eine Alternative darstellen. Bitte klären Sie mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt ab, ob Sie eine Risiko-Patientin sind.

Das Gesamtrisiko für das Auftreten eines Blutgerinnsels unter Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums ist gering, allerdings können Blutgerinnsel schwerwiegend und in seltenen Fällen sogar tödlich sein.

Die Entscheidung ob Sie eine Risiko-Patientin sind und eine Verhütung ohne Hormone oder eine Antibabypille für Sie als Verhütungsmittel geeignet ist, treffen Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt. Die Entscheidung hängt von unterschiedlichen Faktoren ab und ist sehr individuell.

Kombinierte hormonale Kontrazeptiva und das Risiko für Blutgerinnsel.

Antibabypillen und andere Verhütungsmittel mit Östrogenen und Gestagenen sind kombinierte hormonale Kontrazeptiva. Die Anwendung eines kombinierten Kontrazeptivums erhöht das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels. Es ist darum wichtig, dass Sie erkennen, wann Sie ein höheres Risiko für ein Blutgerinnsel haben und auf welche Anzeichen und Symptome Sie achten sollten und welche Maßnahmen Sie dann ergreifen müssen.


Das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels ist am größten: 

  • wenn Sie sich im ersten Jahr der Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums befinden (auch dann, wenn Sie nach einer Unterbrechung von 4 oder mehr Wochen die Anwendung wieder aufnehmen)
  • wenn Sie stark übergewichtig sind
  • wenn Sie älter als 35 Jahre alt sind
  • wenn Sie rauchen
  • wenn bei einem Ihrer nächsten Angehörigen in relativ jungen Jahren (d.h. jünger als ca. 50 Jahre) ein Blutgerinnsel aufgetreten ist (Gefäßverschlüsse im Bein (Thrombose), in der Lunge (Lungenembolie) oder anderen Organen (Schlaganfall oder Herzinfarkt), wenn Sie operiert werden müssen, Sie einen Unfall hatten, längere Zeit ruhig gestellt sind oder eine längere Reise planen (speziell mit längeren Flugzeiten)
  • wenn Sie vor wenigen Wochen entbunden haben

Wenn Sie rauchen und älter als 35 Jahre sind, wird Ihnen dringend geraten, mit dem Rauchen aufzuhören oder ein nicht-hormonales Verhütungsmittel anzuwenden.

Anzeichen oder Symptome

Suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe auf, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen oder Symptome bemerken:

  • starke Schmerzen oder Schwellungen eines Beins, die begleitet sein können von Druckschmerzen, Erwärmung oder Änderung der Hautfarbe des Beins, z.B. aufkommende Blässe, Rot- oder Blaufärbung. Sie könnten an einer tiefen Beinvenenthrombose leiden.
  • plötzliche unerklärliche Atemlosigkeit/Atemnot oder schnelle Atmung; starke Schmerzen in der Brust, welche bei tiefem Einatmen zunehmen können; plötzlicher Husten ohne offensichtliche Ursache, bei dem Blut ausgehustet werden kann. Sie könnten an einer schweren Komplikation einer tiefen Beinvenenthrombose leiden, die Lungenembolie heißt. Diese entsteht, wenn das Blutgerinnsel vom Bein in die Lungen wandert.
  • Brustschmerz (meist plötzlich auftretend), aber manchmal auch nur Unwohlsein, Druck, Schweregefühl, vom Oberkörper in den Rücken, Kiefer-, Hals und Arm ausstrahlende Beschwerden, zusammen mit einem Völlegefühl, Verdauungsstörtungen oder Erstickungsgefühl, Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen oder Schwindelgefühl. Sie könnten an einem Herzanfall leiden.
  • Schwäche oder Taubheitsgefühl des Gesichtes, Arms oder Beins, die auf einer Körperseite besonders ausgeprägt ist; Sprach- oder Verständnisschwierigkeiten; plötzliche Verwirrtheit; plötzliche Sehstörungen oder Sehverlust; schwerere oder länger anhaltende Kopfschmerzen/Migräne. Dies kann unter Umständen ein Schlaganfall sein.

Achten Sie aufmerksam auf die Symptome eines Blutgerinnsels, besonders wenn Sie:

  • gerade operiert wurden
  • über einen längeren Zeitraum bettlägrig gewesen sind (z.B. aufgrund einer Verletzung oder Krankheit, oder weil ein Bein eingegipst ist
  • auf einer längeren Reise gewesen sind (z.B. Flüge über 4 Stunden)

Denken Sie daran, Ihren Arzt einschließlich den behandelnden Chirurgen oder die Krankenschwester darüber zu informieren, dass Sie ein kombiniertes hormonales Kontrazeptivum anwenden.


Gebrauchsinformation beachten.

Die Inhalte dieser Website dienen zur Ihrer allgemeinen Information und ersetzen nicht die Gebrauchsinformation, die der Packung beiliegt. Nehmen Sie die Antibabypille immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Stellen Sie bitte keinesfalls selbst eine Diagnose, sondern fragen Sie Ihre Ärztin/Ihren Arzt, wenn Sie Fragen oder Beschwerden haben.

Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach oder lesen Sie die beiliegende Gebrauchsinformation, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

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