KupferketteFragen & Antworten

Auf dieser Website finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema Kupferkette (auch Verhütungskettchen genannt). Die Inhalte dieser Website ersetzen nicht das individuelle Aufklärungsgespräch mit Ihrer Gynäkologin/Ihrem Gynäkologen und dienen zur zusätzlichen Information.


Generell können Frauen jedes Alters auf Kupferverhütungsmethoden zurückgreifen. Die Verhütung mit Kupferball, Kupferspirale bzw. Kupferkette wird von amerikanischen Fachgesellschaften als besonders geeignet für jugendliche Frauen und Frauen, die noch nicht geboren haben, empfohlen - noch vor der "Pille". Eine hormonfreie Langzeitverhütung sollte ein wichtiger Wunsch der Frau sein, die sich für diese Alternative zur Pille entscheidet. Natürlich schützen all diese Methoden, ebenso wie die Pille, nicht vor Geschlechtskrankheiten!

Der Empfängnisschutz besteht sofort nach dem erfolgreichen Einsetzen der Kupferkette. Sie schützt allerdings nicht vor sexuell übertragbaren Erkrankungen.

Die Kupferkette wird nicht zuletzt aufgrund der hohen Sicherheit von vielen Frauenärzten als Verhütungsmittel empfohlen. Einen Richtwert zur Sicherheit von Verhütungsmitteln liefert hierbei der Pearl-Index. Die Kupferkette hat einen Pearl-Index von 0,1% - 0,5%. Dieser Wert bedeutet, dass von 100 Frauen, die mit der Kupferkette über 1 Jahr lang verhüten, 0,1 - 0,5 Frauen ungewollt schwanger werden.

Die abgegebenen Kupferionen inaktivieren die Spermien und verhindern so die Befruchtung der Eizelle. Die Kupferkette wirkt für 3 - 5 Jahre. Während dieser Zeit können Sie sich entspannen und müssen nicht an Verhütung denken.

Die keimhemmende Wirkung von Kupfer ist seit langer Zeit bekannt und verringert das Infektionsrisiko. Die von den Kupferperlen abgegebene Kupfermenge ist minimal. Die mit der normalen Ernährung pro Tag aufgenommene durchschnittliche Menge an Kupfer ist weitaus größer als diejenige, die der Körper durch eine Kupferkette bzw. diese Art der Verhütung aufnimmt - Kupfer gehört übrigens zu den essentiellen (lebensnotwendigen) Spurenelementen.

Die Kupferkette ist eine Methode zur Schwangerschaftsverhütung, die ganz ohne Hormone auskommt. Sie verhütet dort, wo sie soll - in der Gebärmutter. Dieses weltweit kleinste intrauterine Pessar besteht aus einem zarten Kunststoffaden, an dessen Ende vier kleine Kupferperlen mit einer Gesamtlänge von 2 Zentimetern fixiert sind.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Spiralen ist die Kupferkette rahmenlos und daher besonders flexibel. Sie passt sich harmonisch den gegebenen Verhältnissen Ihrer Gebärmutter an - unabhängig von körperlichen Aktivitäten oder Ihrem Zykluszeitpunkt.

Mehr als 12 Jahre Forschung und Entwicklung stecken in der Kupferkette. In dieser Zeit wurden die Erfahrungen von mehr als 15.000 Frauen unterschiedlichen Alters, mit und ohne Kinder ausgewertet.

Ihre Frauenärztin/Ihr Frauenarzt kann die Kupferkette während der Sprechstunde - nach individueller Aufklärung und einer Untersuchung - setzen. Sie wird am oberen Ende der Gebärmutterhöhle, am sogenannten Fundus, verankert. Ist die Kupferkette erst einmal gelegt, brauchen Sie sich bis zu 5 Jahre nicht mehr um Verhütung zu kümmern.

Die Kupferkette ist ideal für alle Frauen, die sich eine langfristige und zuverlässige Verhütungsmethode wünschen, an die sie nicht denken müssen. Sie eignet sich für Frauen aller Altersstufen - auch für junge, kinderlose Frauen mit kleiner Gebärmutter.

Die Kupferkette stellt auch eine Alternative zur dauerhaften Sterilisation dar - eine Operation, die vermieden werden kann.

Voraus geht allerdings immer ein persönliches Gespräch mit Ihrer Gynäkologin/Ihrem Gynäkologen und eine eingehende Untersuchung der anatomischen Verhältnisse Ihrer Gebärmutter. Danach wissen Sie, ob die Kupferkette für Sie geeignet ist.

In wenigen Ausnahmefällen sollte von der Kupferkette als Verhütungsmittel abgesehen werden. Für Frauen die an der sehr seltenen Kupferspeicherkrankheit Morbus Wilson oder einer ebenfalls sehr seltenen Kupferallergie leiden ist die Anwendung allerdings ausgeschlossen.

Frauen, die häufig ihre Sexualpartner wechseln, sollten neben der Schwangerschaftsverhütung mit der Kupferkette zum Schutz vor einer Infektion mit Geschlechtskrankheiten und HIV zusätzlich Kondome beim Geschlechtsverkehr einsetzen.

Das Einsetzen der Kupferkette sollte nur durch einen geschulten oder erfahrenen Arzt vorgenommen werden. Die Kupferkette wird mit Hilfe einer feinen Nadel an der Gebärmutterwand fixiert. Das Einsetzen erfolgt meist während der Menstruation, kann aber gegebenenfalls auch nach einem Schwangerschaftsabbruch oder einer Fehlgeburt vorgenommen werden. Ist die Kupferkette erst einmal eingesetzt, bietet sie für 3 - 5 Jahre sicheren Schutz.

Sie möchten wissen, welche Gynäkologinnen und Gynäkologen in Österreich zertifiziert sind, die Kupferkette (das Verhütungskettchen) zu legen? Hier können Sie die Ärztelisten der einzelnen Bundesländer downloaden.

Die Kasse übernimmt grundsätzlich keine Kosten für Verhütung. In Sonderfällen, in denen eine medizinische Rechtfertigung vorliegt, können die Kosten jedoch übernommen werden. Eine medizinische Rechtfertigung würde beispielsweise vorliegen, wenn Sie aufgrund einer Erkrankung keine Kinder bekommen dürften. Bitte informieren Sie sich darüber bei Ihrem Arzt bzw. der Krankenkasse.

Bei dieser Frage bitten wir Sie, sich an Ihre Versicherung zu wenden, da hier keine einheitliche Regelung vorliegt.

Ob und wie sehr das Einsetzen der Kupferkette als schmerzhaft empfunden wird, hängt stark vom persönlichen Schmerzempfinden ab. Wenn Sie schmerzempfindlich sind, fragen Sie Ihre Gynäkologin/Ihren Gynäkologen nach einer lokalen Betäubung oder nach einer vorbeugenden schmerzstillenden Behandlung. Unmittelbar nach dem Einlegen ist es möglich, dass Sie menstruationsähnliche Beschwerden verspüren. Kein Grund zur Beunruhigung - die Gebärmutter muss sich erst an die neue Situation gewöhnen. Der Schmerz klingt schnell wieder ab. Sollte der Schmerz anhaltend sein und intensiver werden, wenden Sie sich bitte umgehend an Ihre Ärztin/Ihren Arzt.

Obwohl der Verhütungsschutz vom ersten Tag an gegeben ist, sollten Sie nach dem Einsetzen des Kupferkettchens 5 bis 7 Tage keinen Geschlechtsverkehr haben. Geben Sie Ihrer Gebärmutter diese Zeit um sich an die Kupferkette zu gewöhnen. Aus diesem Grund sollten Sie auch für diesen Zeitraum auf die Benutzung von Tampons und Menstruationstassen verzichten.

Direkt nach dem Einsetzen der Kupferkette können stärkere Blutungen während der Menstruation auftreten. Diese klingen allerdings in den meisten Fällen nach einigen Zyklen wieder ab. Die Kupferkette verschlechtert eventuelle Menstruationsbeschwerden nicht.

In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass sich die Kupferkette nach dem Einsetzen löst. Hier liegt die weitere Vorgehensweise in der Rücksprache mit Ihrer Gynäkologin/Ihrem Gynäkologen, der Ihnen die Kupferkette eingesetzt hat. Aus diesem Grund sollten Sie schon vor dem Einsetzen mit Ihrem Gynäkologen über diesen möglichen Fall sprechen und klären, welche Rahmenbedingungen mit einem erneuten Einsetzen der Kupferkette verbunden sind.

Sofern die Kupferkette erfolgreich gelegt wurde, können selbst höher frequente Schwingungen der Kupferkette nichts anhaben. Sie sollten allerdings die ersten 5-7 Tage nach dem Einsetzen mit dem Training aussetzen, damit sich Ihre Gebärmutter gut an die Kupferkette gewöhnen kann. Dieselbe Pause gilt auch für den ersten Geschlechtsverkehr nach dem Einsetzen.

Ihr Partner spürt die Kupferkette beim Geschlechtsverkehr nicht, da sie an der Gebärmutterwand eingesetzt wird. In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass Ihr Partner den Faden der Kupferkette spürt. Sollte dieser Faden beim Geschlechtsverkehr stören, so kann dieser nachträglich jederzeit von Ihrem behandelnden Frauenarzt gekürzt werden.

In den bisherigen Erfahrungswerten finden sich keine Hinweise auf Verschiebungen der Kupferkette, zu 100% ausschließen kann man sie jedoch nicht. Wenn Sie sichergehen wollen, dass alles in Ordnung ist, vereinbaren Sie einen Kontrolltermin bei Ihrer Gynäkologin/Ihrem Gynäkologen.

Die Kupferkette ist durch die Gebärmutter, an deren Wand sie eingesetzt wurde, so gut geschützt, dass eine solche Behandlung keinerlei Auswirkungen auf die Wirksamkeit der Kupferkette hat. Abgesehen davon, darf ein Medizinprodukt wie DETOX keine solch starke elektromagnetische Wirkung besitzen, dass die verhütende Wirkung außer Kraft gesetzt wird. Sie können diese Behandlung somit ohne Bedenken durchführen lassen.

Nein. Die Verwendung eines Vibrators beeinflusst die Lebensdauer der Kupferkette nicht.

Nein. Die Verwendung eines Vibrators beeinflusst nicht die Stärke der Kupferfreisetzung.

In sehr seltenen Fällen kann die Gebärmutterwand beim Austasten mit der Sonde und/oder beim Einlegen durchstoßen werden. Meist genügt in diesem Fall eine kurzzeitige Überwachung. Die Kupferkette wird nicht eingelegt - oder wenn bereits gesetzt - entfernt. Unmittelbar nach dem Einlegen kann es zu leichten Kreislaufreaktionen oder Übelkeit kommen, vereinzelt zu kurzzeitiger Ohnmacht.

Eine ordnungsgemäß fixierte Kupferkette wird kaum ausgestoßen. Sollte dies doch geschehen, dann meist während der ersten Monate nach der Einlage. In den ersten Tagen nach dem Einlegen der Kupferkette kann es zu einer leichten Blutung kommen.


WIR SIND GYNIAL - eine österreichische Firma im Gesundheitsbereich mit dem Ziel Sie zu begeistern.

Gynial GmbH  |  Hernalser Gürtel 1  |  A-1170 Wien  |  01 890 14 54   |  01 890 14 54 - 15  |  service@gynial.com



Auf dieser Webseite finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zur hormonfreien Verhütung. Die Webseite ersetzt nicht das individuelle Aufklärungsgespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt und dient zur zusätzlichen Information. Sie ersetzt auch nicht die Gebrauchsinformationen, die alle wichtigen Angaben darüber enthält, was bei der Anwendung der jeweiligen Medizinprodukte zu beachten ist, wann diese nicht angewendet werden dürfen und welche Nebenwirkungen auftreten können.