KupferspiraleFragen & Antworten

Auf dieser Website finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema Kupferspirale und Silberspirale. Die Inhalte dieser Website ersetzen nicht das individuelle Aufklärungsgespräch mit Ihrer Gynäkologin/Ihrem Gynäkologen und dienen zur zusätzlichen Information.


Generell können Frauen jedes Alters auf Kupferverhütungsmethoden zurückgreifen. Die Verhütung mit Kupferball, Kupferspirale bzw. Kupferkette wird von amerikanischen Fachgesellschaften als besonders geeignet für jugendliche Frauen und Frauen, die noch nicht geboren haben, empfohlen - noch vor der "Pille". Eine hormonfreie Langzeitverhütung sollte ein wichtiger Wunsch der Frau sein, die sich für diese Alternative zur Pille entscheidet. Natürlich schützen all diese Methoden, ebenso wie die Pille, nicht vor Geschlechtskrankheiten!

Kupfer- bzw. Silberspirale werden von der Gynäkologin / dem Gynäkologen in die Gebärmutterhöhle eingebracht. Ihre Frauenärztin/Ihr Frauenarzt kann die Kupferspirale bzw. Silberspirale während der Sprechstunde - nach individueller Aufklärung und einer Untersuchung - legen. Ist die Kupferspirale bzw. Silberspirale gelegt, brauchen Sie sich über Jahre nicht mehr um Verhütung zu kümmern.

Spiralen zählen zu den sichersten Verhütungsmitteln. Einen Richtwert zur Sicherheit von Verhütungsmitteln liefert der Pearl-Index.

Kupfer- und Silberspirale mit einer Kupferoberfläche von 300m2 - 380mm2 haben einen Pearl-Index von 0,3% - 0,9%. Dieser Wert bedeutet, dass von 100 Frauen, die mit diesem Verhütungsmittel über 1 Jahr lang verhüten, 0,3 - 0,9 Frauen ungewollt schwanger werden.

Frauen, die häufig ihre Sexualpartner wechseln, sollten neben der Schwangerschaftsverhütung mit der Spirale zum Schutz vor einer Infektion mit Geschlechtskrankheiten und HIV zusätzlich Kondome beim Geschlechtsverkehr einsetzen.

Die abgegebenen Kupferionen vermindern die Beweglichkeit die Spermien und verhindern so die Befruchtung der Eizelle. Der Eisprung wird durch die Silber- und Kupferspirale, im Gegensatz zur Kombinationspille, nicht unterdrückt. Silber- und Kupferspirale sind für 5 Jahre wirksam. So können Sie sich entspannen und brauchen über Jahre nicht an Verhütung zu denken.

Die keimhemmende Wirkung von Kupfer ist seit langer Zeit bekannt und verringert das Infektionsrisiko. Die von den Kupferperlen abgegebene Kupfermenge ist minimal. Die mit der normalen Ernährung pro Tag aufgenommene durchschnittliche Menge an Kupfer ist weitaus größer als diejenige, die der Körper durch eine Kupferspirale bzw. diese Art der Verhütung aufnimmt - Kupfer gehört übrigens zu den essentiellen (lebensnotwendigen) Spurenelementen.

Kupfer- und Silberspiralen sind Methoden zur Schwangerschaftsverhütung, die ganz ohne Hormone auskommen. Sie verhüten in der Gebärmutter.

Die Kupferspirale besteht aus einem T-förmigen Rahmen aus Polyethylen, auf dessen Längsarm (bzw. auch auf den Seitenärmchen) ein feiner Kupferdraht angebracht ist, der Kupferionen freisetzt und so über mehrere Mechanismen verhütet. Am unteren Ende des Längsarms befinden sich zwei Rückholfäden, die zur Entfernung der Spirale dienen.

Die Silberspirale ist zwar gleich aufgebaut wie die Kupferspirale - der Kupferdraht enthält jedoch zusätzlich einen Kern aus Silber, der das Risiko vermindert, dass der Kupferdraht bei längerer Liegedauer brüchig wird. Dadurch wird die Sicherheit erhöht.

Kupfer- bzw. Silberspirale sind ideal für alle Frauen, die sich eine langfristige und zuverlässige Verhütungsmethode wünschen, an die sie nicht denken müssen. Voraus geht allerdings immer ein persönliches Gespräch mit Ihrer Gynäkologin/Ihrem Gynäkologen und eine eingehende Untersuchung der anatomischen Verhältnisse Ihrer Gebärmutter. Danach wissen Sie, ob und welche Spirale für Sie am besten geeignet ist.

Heute ist man immer mehr der Auffassung, dass diese wirksame Verhütung auch junge Frauen, die noch kein Kind geboren haben, verwenden können. Ihre Ärztin/Ihr Arzt wird Sie eingehend beraten, ob eine Goldspirale, Kupferspirale bzw. Silberspirale für Sie geeignet ist. Die Fruchtbarkeit ist sofort nach dem Entfernen wieder hergestellt.

Sowohl die Kupferspirale als auch die Kupferspirale mit Silberkern stellen eine Alternative zur dauerhaften Sterilisation dar - eine Operation, die vermieden werden kann.

In wenigen Ausnahmefällen sollte von der Kupferspirale bzw. Silberspirale als Verhütungsmittel abgesehen werden. Für Frauen die an einer äußerst seltenen Kupferallergie bzw. an der ebenfalls seltenen Kupferspeicherkrankheit Morbus Wilson leiden ist die Anwendung allerdings ausgeschlossen.

Die Kasse übernimmt grundsätzlich keine Kosten für Verhütung. In Sonderfällen, in denen eine medizinische Rechtfertigung vorliegt, können die Kosten jedoch übernommen werden. Eine medizinische Rechtfertigung würde beispielsweise vorliegen, wenn Sie aufgrund einer Erkrankung keine Kinder bekommen dürfen. Bitte informieren Sie sich darüber bei Ihrem Arzt bzw. der Krankenkasse.

Bei dieser Frage bitten wir Sie, sich an Ihre Privatversicherung zu wenden, da hier keine einheitliche Regelung vorliegt.

Ob und wie sehr das Einsetzen der Spirale als schmerzhaft empfunden wird, hängt stark vom persönlichen Schmerzempfinden ab. Wenn Sie schmerzempfindlich sind, fragen Sie Ihre Gynäkologin/Ihren Gynäkologen nach einer lokalen Betäubung oder nach einer vorbeugenden schmerzstillenden Behandlung. Unmittelbar nach dem Einlegen ist es möglich, dass Sie menstruationsähnliche Beschwerden verspüren. Kein Grund zur Beunruhigung - die Gebärmutter muss sich erst an die neue Situation gewöhnen. Sollten die Beschwerden, was sehr selten ist, andauern, suchen Sie bitte Ihre Ärztin bzw. Ihren Arzt auf.

Der Empfängnisschutz ist sofort nach dem erfolgreichen Einsetzen gegeben, trotzdem sollten Sie nach dem Einsetzen der Spirale 5 bis 7 Tage keinen Geschlechtsverkehr haben. Geben Sie Ihrer Gebärmutter diese Zeit um sich an die Kupfer- bzw. Silberspirale zu gewöhnen. Aus diesem Grund sollten Sie auch für diesen Zeitraum auf die Benutzung von Tampons und Menstruationstassen verzichten.

In den ersten Tagen nach dem Einlegen kann es zu leichten Blutungen kommen. Es können auch leichte Krämpfe und Schmerzen auftreten, die aber üblicherweise bald abklingen. Zudem können die ersten Menstruationsblutungen stärker sein als gewöhnlich. Es kann auch zu sogenannten Schmierblutungen kommen. Sobald sich Ihr Körper an die Kupferspirale oder Silberspirale gewöhnt hat, lassen diese Nebenwirkungen nach und die Menstruationsblutung normalisiert sich in den allermeisten Fällen.

Der Eisprung wird durch die Kupfer- bzw. Silberspirale nicht unterdrückt - Sie haben weiterhin ihren normalen Zyklus, der in manchen Fällen stärker wird. Auch die Beschwerden bleiben in aller Regel unverändert.

Sofern die Kupferspirale bzw. Silberspirale erfolgreich gesetzt wurde, können Sie ohne Bedenken weiter trainieren. Sie sollten allerdings die ersten 5-7 Tage nach dem Einsetzen mit dem Training aussetzen, damit sich Ihre Gebärmutter an die Kupferspirale bzw. Silberspirale gewöhnen kann. Dieselbe Pause gilt auch für den ersten Geschlechtsverkehr nach dem Einsetzen.

Ihr Partner spürt die Kupferspirale bzw. Silberspirale beim Geschlechtsverkehr nicht, da sie in die Gebärmutter eingesetzt wird. In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass Ihr Partner den Rückholfaden der Kupferspirale bzw. Silberspirale spürt. Sollte dieser Faden beim Geschlechtsverkehr stören, so kann er nachträglich jederzeit von Ihrem behandelnden Frauenarzt gekürzt werden.

In den bisherigen Erfahrungswerten finden sich keine Hinweise auf Verschiebungen der Kupferspirale bzw. Silberspirale, zu 100% ausschließen kann man sie jedoch nicht. Wenn Sie sichergehen wollen, dass alles in Ordnung ist, vereinbaren Sie einen Kontrolltermin bei Ihrem Gynäkologen.


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